+++ Presseberichte +++


+++ 22.10.2019 // Abschlussbroschüre zum Modellvorhaben Land(auf)Schwung

Laden Sie hier die Abschlussbroschüre zum Modellvorhaben Land(auf)Schwung im Landkreis Sigmaringen herunter.


+++ 02.10.2019 // Abschlusserklärung der Steuerungsgruppe

Das Modellvorhaben "Land(auf)Schwung" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wird im Zeitraum Juli 2015 bis Dezember 2019 von bundesweit 13 Modellregionen umgesetzt. Darunter befindet sich auch der Landkreis Sigmaringen als einziger Teilnehmer aus Baden-Württemberg. Im Vorfeld der Umsetzungsphase erarbeitete jede Region ihr eigenes Konzept, um mit dem demografischen Wandel aktiv umzugehen, die regionale Wertschöpfung zu erhöhen und die Beschäftigung im ländlichen Raum zu sichern. Ein wichtiges Merkmal von Land(auf)Schwung ist, dass Institutionen und unternehmerisch tätige Menschen aus der Region eigenverantwortlich über die sinnvolle Verwendung der Fördermittel entscheiden. Insgesamt standen dem Landkreis Sigmaringen während der Laufzeit mehr als 2,25 Millionen Euro für die Projektförderung zur Verfügung.

Die Regionalstrategie für den Landkreis Sigmaringen konzentrierte sich auf die Schaffung von attraktiven Rahmenbedingungen für junge Menschen zum Wohnen und Arbeiten, die Stimulierung des Gründungs- und Innovationsgeschehens sowie die Erhöhung der Marktchancen der zahlreichen Kleinbetriebe im Landkreis Sigmaringen. Einige Startprojekte, wie die Stiftung Ideenfabrik als Anlaufstelle für Menschen mit Geschäftsideen, der Marktplatz Donau als Online-Vermarktungsplattform für regional hergestellte Produkte und Lebensmittel oder das Modellprojekt „14er-Räte“ als neuartiger Ansatz der Jugendbeteiligung, standen bereits zum Beginn der Förderphase in den Startlöchern und konnten mit ihrer Arbeit beginnen.

Um die genannten Startprojekte „anzuschieben“, weitere Akteure aus der Region zu mobilisieren und den Gesamtprozess zu begleiten, wurde die WIS GmbH Wirtschaftsförderung des Landkreises Sigmaringen als Regionale Entwicklungsagentur eingesetzt. Damit existiert ein Impulsgeber vor Ort, der flexibel zwischen dem Gesamtprojektträger und Abwicklungspartner, dem Landkreis Sigmaringen, den Einzelprojekten sowie dem BMEL vermitteln kann und als Ansprechpartner und Kompetenzstelle persönlich erreichbar ist. Die Entwicklungsagentur ist eng an die Steuerungsgruppe angebunden, die als Entscheidungsgremium mit verschiedenen Akteuren aus dem Landkreis Sigmaringen besetzt ist und über die Förderung von Projekten entscheidet.

Auf diesem Wege konnten viele Projekte ins Leben gerufen werden, die ohne die Möglichkeit von Land(auf)Schwung mangels Fördermöglichkeit wohl nicht realisierbar gewesen wären:

  • Mit dem Projekt 14er-Räte gelang es, in 16 kleineren Gemeinden eine Jugendbeteiligung einzuführen. In vielen Gemeinden gingen von den 14er-Räten interessante Impulse zur Weiterentwicklung des Gemeinwesens aus.
  • Die School of Entrepreneurship wagt sich an innovative Transfer-Ansätze zwischen dem Hochschulstandort Sigmaringen und den kleinen und mittelständischen Unternehmen im Landkreis Sigmaringen heran.
  • Durch die Projekte InnoNetz 4.0 und SIGnovativ wurde eine stärkere Vernetzung zwischen Unternehmen, Intermediären und Hochschulen eingeleitet.
  • Der Unternehmerverband Landkreis Sigmaringen (UVS) startet das Nachfolger-Netzwerk Jungspunde, welches den Generationenwechsel in Familienunternehmen aus Industrie und Handwerk im Fokus hat.
  • Mit Weichensteller.de entstand ein regionales Fachkräfteportal im Internet.
  • Die Plattform Blubbr.de wurde als kreisweites Standortmarketing-Instrument installiert.
  • Die Stadt Mengen konnte sich dank Land(auf)Schwung als erste Kommune der Region als mittelstandsfreundliche Verwaltung (RAL) zertifizieren lassen.
  • Der eBusiness-Lotse Sigmaringen hat durch seine Angebote zahlreiche Kleinunternehmen im Bereich Online-Marketing beraten.
  • In Pfullendorf wurden und werden mehrere Generationen von Schülern mittels Seifenkistenbau-Kursen für die MINT-Fächer und das Erlernen von Handwerksberufen sensibilisiert.
  • Dutzende neue Kulturformate, überwiegend von Jugendlichen erdacht und organisiert, konnten dank finanzieller Förderung durch Land(auf)Schwung ausprobiert werden.

Die Liste ließe sich noch deutlich erweitern. An der Vielfalt der Ideen und Ansätze lässt sich erkennen, dass mit der Flexibilität eines Regionalbudgets deutlich passgenauere Lösungen für Strukturdefizite einer Region gefunden werden können, als dies im Rahmen von fachspezifischen Förderinitiativen, die zumeist einheitlich auf Bundes- oder Länderebene ausgeschrieben werden, der Fall ist.

Die Einbeziehung der regionalen Akteure in das Entscheidungsgremium, die das Regionalbudget eigenverantwortlich und ohne exakte Reglementierung bewirtschaften konnte, entspricht dem staatsrechtlich angestrebten Konzept der Subsidiarität, wonach Problemlösungen möglichst von der untersten Organisationsebene zu identifizieren sind. Auf diesem Wege konnte eine auf die individuellen Bedürfnisse der Region abgestimmte Entwicklung verfolgt werden.

Durch die Repräsentierung der verschiedenen Akteurs-Gruppen innerhalb der Steuerungsgruppe gelang es zudem, neue Akteure für Entscheidungsprozesse zu mobilisieren und in die Regionalentwicklung mit einzubinden. Es ist zu erwarten, dass von Ihnen auch künftig Initiativen ausgehen werden. Zahlreiche neu entstandene Vernetzungen, auch weit über den eigenen fachlichen Tellerrand hinaus, könnten ihren Teil dazu beitragen.

Unterm Strich hat sich der mit Land(auf)Schwung getestete Förder-Ansatz „Regionalbudget zur eigenverantwortlichen Bewirtschaftung“ sehr gut bewährt. Sollte sich in Zukunft die Gelegenheit zur Teilnahme an einem vergleichbaren Programm ergeben, wäre dies mit Blick auf die Erfahrungen aus Land(auf)Schwung sehr wünschenswert.

Selbstverständlich stehen wir jederzeit für einen Erfahrungsaustausch zur Verfügung.

Für die Regionale Partnerschaft Sigmaringen

Jochen Fetzer
Vorsitzender der Steuerungsgruppe


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